Die einen sind reich, die anderen sind arm. In Subsahara-Afrika leben 70 Prozent der Menschen von weniger als zwei Dollar pro Tag. Acht Männer besitzen gleich viel wie die Hälfte der Weltbevölkerung. In Deutschland zählen vier Millionen Erwerbstätige zum Prekariat und verdienen dabei trotzdem so viel, dass sie im globalen Süden im Luxus leben könnten. Im Jahr 2018 umfasste die »Forbes«-Liste der reichsten Menschen der Welt insgesamt 2.208 Milliardäre. Der reichste Mensch des Jahres 2018 war Jeff Bezos (Amazon) mit einem Vermögen von 112 Milliarden US-Dollar. Es gibt immer mehr Milliardäre: Immer weniger Leute haben immer mehr Geld. Darf das so bleiben? Und was heißt eigentlich „reich"?

Nach Ansicht des Philosophen Christian Neuhäuser ist reich derjenige, der deutlich mehr Geld zur Verfügung hat, als man für die Umsetzung einer vernünftigen Vorstellung vom gelingenden Leben braucht. Wenn der eigene Reichtum also verhindert, dass andere Menschen in Selbstachtung leben. Entweder weil sie nicht genug Güter haben, um für sich selber sorgen zu können. Oder weil sie nicht genug Güter haben, um von der Gesellschaft als gleichrangige Mitglieder angesehen zu werden.

Man kann behaupten, dass Reichtum per se weder gut noch schlecht ist. Ungerecht muss man ihn aber dann nennen, "wenn Reichtum zu grundsätzlichen Schädigungen von Strukturen und anderen Menschen führt. Sollten beispielsweise reiche Menschen anfangen, erheblichen Einfluss auf die Politik zu nehmen, schädigt das unmittelbar die für liberale Republiken zentrale Grundidee der politischen Gleichheit aller StaatsbürgerInnen." Darf man die USA noch eine Demokratie nennen, wenn Nichtmillionäre für die Präsidentschaft gar nicht sinnvoll kandidieren können? Müssen wir das Steuersystem reformieren? Ist Reichtum immer ungerecht? Spielen bei Kritik am Reichtum stets Gier und Neid eine Rolle? Haben die Reichen ihren Reichtum eigentlich verdient? Und wie könnte ein gerechterer Umgang mit Reichtum aussehen?

Über diese und mehr Fragen wollen wir diskutieren. Ein Abend für Arm und Reich!

Wer etwas früher kommt (ab 18Uhr), kann sich vorab mit einer leckeren „Stulle" stärken und als Talk-Begleitung, empfehlen wir gern unsere Weine.

Beliebt und begehrt. Jeder Mensch kommt irgendwann an den Punkt, an dem er beginnt, sich mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Ein unterhaltsamer Mix aus Vortrag, Gruppenarbeit und Diskussion mit einem unserer Expert-Brains (aus Philosophie, Psychologie, Soziologie oder einer anderen Lebenskunst). Ein Abend, der das Leben nachhaltig verändern könnte.


Dauer 90 Minuten oder 2,5 Stunden

Ob eine oder fast doppelte Spielfilmlänge, das Thema ist in meinem Leben gerade relevant und ich möchte mich gerne intensiver damit auseinandersetzen. Mich interessiert, was außer meiner Familie, Freunden oder Kollegen die Experten der Brainery dazu sagen. Zudem komme ich diesen selten so nahe, da möchte ich die Gelegenheit gerne wahrnehmen.

Für alle, die neben Hunger auf Ideen fürs Leben auch etwas für den Magen wünschen, serviert unsere kleine Gastronomie leckere Snacks. Dazu empfehlen wir gerne einen Wein und selbstverständlich gibt's auch Kaffee, Tee oder Softdrinks. Geöffnet haben wir immer 90 Minuten vor einer Veranstaltung und danach bis mindestens 22Uhr, übrigens auch unabhängig von einem Eintrittsticket.

Brainery - Ideen fürs leben
Bäckerbreitergang 12
20355 Hamburg


U-Bahn: Gänsemarkt

Bus: Linie 3 - Brahmsplatz

Estimated runtime 90 Minuten
  • Einlass 18 h
  • Beginn 19.30 h
  • Event Ende 21 h
  • Ladenschluss 22 h