Brainery - lifeexplorer

 

Liebe New Work-, digital Work-, Freiberufler-, Berater-, Geschäftsführer-, Coaches-, Autoren-, Blogger- und ..und .. und -Gemeinde,

Alle Jahre wieder stehen die Jahresabschlüsse und Betriebskosten-Diskussionen mit dem Steuerberater an.
Als ehrenamtlich berufene (man kann sich nicht rausreden) Finanzrichterin bin ich hin und wieder genötigt, Entscheidungen mitzutragen, weil sie eben vom Steuergesetz so vorgesehen – jedoch aus betrieblicher Sicht nicht nachvollziehbar sind.

Es trifft uns (wie ganz viele!) persönlich.
Wir haben einen Sprinter, den iwir zu einem fahrbaren Büro, Coachingraum, Infostand, Hotelzimmer haben ausbauen lassen.

Tatsächlich bin ich auch fast immer beruflich unterwegs. Und wenn nicht, ergibt es sich. Zwischen den Jahren fahre ich nach Schweden. Zum einen, um einen neuen Lieferanten und Kooperationspartner zu besuchen, um vor Ort einen philosophischen Informations-Abend zu gestalten (Brainery on Tour), um die Webseite zu überarbeiten, neue Konzepte und Texte zu schreiben, neue Formate via CMS einzupflegen, via Social Media auf uns aufmerksam zu machen (früher hieß das Werbung) –
und Ja! Auch um Familie zu besuchen und auszuschlafen.

Da ich meinen Sprinter dabei habe, muss ich unterwegs keine Co working space buchen, kein Hotelzimmer – und für die Reise mit kein anderes Verkehrsmittel buchen.

Es ist Arbeit – doch das Steuergesetz kennt diese ‚neue' Art der Arbeit nicht. Sie unterstellt mir, ich möchte Spaß haben – und einer Arbeit gehe ich nur in meinem gemieteten Gewerberaum nach.Es wird Zeit, dass die Steuergesetze nicht im Zeitalter der Industrialisierung haften bleibt und mitkommt – in das digitale Zeitalter, indem wir uns befinden.Unsere staatlichen Rahmenbedingungen (Gesetze) müssen sich ändern.
Noch all zu oft hört der Steuerpflichtige Sätze, wie „solche Arbeitsbedingungen hätte ich auch gern" seitens der Steuerbehörde.Ich bin mir nicht sicher, wie viele Menschen, die es gewohnt sind, sich in einer stringenten Arbeitsumgebung mit der dazu gehörigen monetären Sicherheit, zu leben, die Belastungen und Unsicherheiten der Selbstständigkeit und ‚New Work" zu tragen. Doch das ist nicht das Thema. Es gibt die verschiedenen Welten – und wir brauchen tatsächlich das eine so sehr wie das andere. Dieser Absatz gilt allein der Bitte nach mehr gegenseitigen Verständnis.

Einzel- und Kleinunternehmen (KMU) bilden mehr als 99% aller deutschen Unternehmen.
Wir sind/beschäftigen mehr als 61% der erwerbstätigen in diesem Land. Dabei schaffen wir es, fast 50% der Bruttowertschöpfung zu erwirtschaften.Mit der Steuerlast sieht es ähnlich aus. Die KMU tragen die Hauptsteuerlast.

Mein Wunsch an euch – fürs neue Jahr(?) lasst uns eine Gemeinschaft bilden und
Partner finden, damit wir diese Gesetze erneuern können, unsere Betriebskosten als solche anerkannt werden und wir dann und dort arbeiten können, wo wir wollen (und sollen).

 

#foodforthought
#newwork
#betriebssteuer
#knowyourself